Keynote 1

04. Mai 2026 | 11:30 Uhr

Die Forschungsagenda der Hebammenwissenschaft in Deutschland, aktueller Stand

In ihrer gemeinsamen Keynote werden die Präsidentin des Hebammenwissenschaftlichen Fachbereichstags (HWFT) Prof.in. Dr. Melita Grieshop und die ehemalige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) Prof.in Dr. Barbara Fillenberg den aktuellen Entwicklungsstand der Forschungsagenda der Hebammenwissenschaft in Deutschland 2026-2036 (HebFOA) und das geplante weitere Vorgehen vorstellen.

Univ.-Prof.in Dr.
Barbara Fillenberg

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Prof.in Dr.
Melita Grieshop

Professorin für Hebammenwissenschaft und Studiengangsleitung B. Sc., Evangelische Hochschule Berlin

Keynote 2

04. Mai 2026 | 14:00 Uhr

Wege bereiten, Horizonte erweitern: Die kollaborative und interdisziplinäre Entwicklung der Hebammenwissenschaft in Deutschland 

Mit der Akademisierung des Hebammenberufes entsteht in Deutschland eine neue wissenschaftliche Disziplin: die Hebammenwissenschaft. Das DFG-geförderte Netzwerk Maieutic Endeavours: Theorizing Midwifery Practices (2024-2026) verfolgt das Ziel, diese Disziplin gemeinsam, aktiv, reflexiv und kollaborativ zu entwickeln. Im Zentrum steht die kritische, interdisziplinär inspirierte und praxisbasierte Analyse internationaler hebammenwissenschaftlicher Konzepte, Modelle und Methoden. Dabei werden diese nicht fraglos übernommen, sondern hinsichtlich ihrer Vorannahmen, Entstehungskontexte, Bedeutungsgehalte, Funktionen und Effekte untersucht. So können sie gezielt eingesetzt und weiterentwickelt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung einer hebammenwissenschaftlichen Kultur, die Offenheit, Vielfalt, Responsivität und gegenseitige Unterstützung fördert. Dabei wird thematisiert, wie Offenheit und Unsicherheit als alltägliche Realitäten der Versorgung in Forschung und Lehre adäquat begegnet werden kann. Die Netzwerkarbeit zeigt, dass interdisziplinäre Perspektiven für die Disziplinentwicklung besonders produktiv sind – ihre langfristige Bewahrung stellt jedoch eine Herausforderung dar, insbesondere angesichts wachsender disziplinärer Spezialisierung sowie politischer und gesellschaftlicher Anforderungen an die Produktion und Vertretung eindeutiger Evidenzen und Positionen. Eine Kultur der Relationalität zu gestalten, die Offenheit und Vielfalt pflegt, scheint nicht nur notwendig für eine ‚gute‘ hebammenspezifische Versorgungspraxis, sondern auch für die hebammenwissenschaftliche Lehre und Forschung.

Univ.-Prof.in Dr.
Annekatrin Skeide

Charité – Universitätsmedizin Berlin Institut für Hebammenwissenschaft 

Keynote 3

05. Mai 2026 | 09:15 Uhr

Strengthening midwifery science: what can help ensure it is recognized, valued, and heard?

Caroline Homer is Deputy Director, Gender Equity, Diversity and Inclusion and co-head of Global Women and Newborn Health at the Burnet Institute and Emeritus Professor of Midwifery at the University of Technology Sydney.
Caroline has led research and development in midwifery, maternal and newborn health for in Australia and across the Asia-Pacific region for more than 25 years. She is the Chair of WHO’s Strategic Technical Advisory Committee for Maternal, Child and Adolescent Health and Nutrition. She has been a member of WHO Guideline Development Groups for many years including the recent PPH guideline and the antibiotic usage in labour recommendations.

Prof.
Caroline Homer AO

Dep­uty Dire­ctor ‐ Gen­der Equity,
Dive­rsity & Inclusion;
Co‐Head, Glo­bal Women’s and
New­born Health;
Co‐Head, Immuni­sation and
Hea­lth Sys­tems Streng­thening
Burnet Institute